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Landschaft und Natur auf Rhodos

 

 

AttavirosRhodos, die größte Insel der Dodekanes, ist rund 1 400 Quadratkilometer groß. Zur Hauptinsel gehören einige kleinere Inseln, die auf der Westseite vor Rhodos gelegen sind. Das Landschaftsbild auf Rhodos ist überwiegend bergig. Der höchste Berg auf der Insel ist der Attaviros mit einer Höhe von rund 1 215 Metern, gefolgt vom 825 Meter hohen Akramitis. Die Berge reichen an der Westseite und an der Ostseite bis an die Küste heran und bilden dort teilweise Steilküsten. Lediglich im Norden um Rhodos Stadt herum und im Süden, wo Rhodos in die Halbinsel Prasonisi ausläuft, ist die Küste sehr flach.

(Bild: Attaviros)

 

 

Die Landschaft von Rhodos ist vielfältig

 

sonneRhodos trägt den Beinamen Sonneninsel. Das ist nicht etwa nur darin begründet, dass der Sonnengott Helios in der griechischen Mythologie über die Insel geherrscht haben soll, sondern vielmehr in den über 3 000 Sonnenstunden, die Rhodos in jedem Jahr zu verzeichnen hat. Die Insel ist damit eine der sonnigsten Regionen in ganz Europa. Die Temperaturen sind in den Sommermonaten mit bis zu 40 Grad Celsius besonders hoch, sinken aber an der Westküste dank des ständigen Windes auf Werte um 30 Grad Celsius. Die niedrigsten Temperaturen sind im Januar und Februar zu verzeichnen, denn in dieser Zeit belaufen sie sich auf 12 bis 18 Grad. Lediglich auf dem Attaviros kann es dann manchmal auch Schnee geben.

 

 

 

Rhodos Suedwest bei MonolithosTrotzdem ist Rhodos, im Gegensatz zu vielen benachbarten griechischen Inseln, ein relativ grünes Eiland. Fruchtbare Ebenen wechseln sich ab mit wildromantischen Tälern und sattgrünen Hügeln, aber auch trocknere steppenartige Flächen sind zu finden. Rund um Monolithos finden sich sogar ausgedehntere Waldgebiete.

Sehr verbreitet ist der Olivenanbau, überall auf der Insel findet man größere Olivenhaine. Rund um die Dörfer gedeihen Tomaten, Auberginen, Gurken, wie auch Orangen, Aprikosen und Pfirsiche. Geerntet wird oft zweimal im Jahr, begünstigt durch die wärmende Sonne.

Nicht vergessen zu erwähnen sollte man auch den Rhodos-Wein, der besonders rund um das Städtchen Embonas an den Hängen des Attaviros prächtig gedeiht. Früher ein Geheimtipp, werden heute busweise die Touristen nach Embonas chauffiert zur Weinverkostung und auch Kauf des beliebten Getränkes.

 

 

Blumen und Pflanzen auf der Insel

 

NaturRhodos ist keine sehr waldreiche Insel, dennoch ist der Pflanzenreichtum an allen mediterranen Arten, Südfrüchten und insbesondere an wild wachsenden Orchideen, Strelitzien, Calla oder Amaryllis und anderen Blumen außergewöhnlich. Eine besondere Blütenpracht bietet sich dem Besucher in den Frühjahrs- und Herbstmonaten. Aufgrund der hohen Temperaturen im Sommer vertrocknen die empfindlichen Pflanzen in dieser Zeit recht schnell. Zitronen, Orangen, Mandarinen, Oliven oder Feigen findet man überall auf der Insel. Sogar Granatäpfel gedeihen hier hervorragend. Im Herbst blühen die Bougainvillea an vielen Hauswänden und Mauern und natürlich ist der Oleander hier, wie überall im Mittelmeerraum, stark verbreitet. In den Sommermonaten sind es besonders die imposanten Kakteen, die den hohen Temperaturen und der Trockenheit trotzen. Geranien und Weihnachtssterne wachsen hier nicht als zierliche Pflanzen, sondern in Form von Büschen und Bäumen.

 

  

Das Tal der Schmetterlinge

 

SchmetterlingstalDie wohl eindrucksvollste Landschaft auf der Insel aber ist das Tal der Schmetterlinge in Petaloudes im Nordwesten der Insel. Einzigartig in Griechenland ist der Bestand an orientalischen Amberbäumen in diesem Tal. Diese Bäume verströmen einen betörenden Duft, der besonders reizvoll auf Schmetterlinge wirkt und die seltensten Sorten anzieht. Der Russische Bär oder gepunktete Harlekin ist einer dieser seltenen Schmetterlinge, der zur Gattung der Bärenspinner gehört. Besonders aktiv sind die Schmetterlinge in den Sommermonaten außerhalb der Mittagszeit. Zu dieser Zeit kann man das bunte Treiben in diesem Tal hervorragend beobachten. Das Tal der Schmetterlinge kann gegen Zahlung eines Eintrittsgeldes besucht werden. Leider hat sich die Population der Tiere seit einigen Jahren stark verringert, weil sie durch die ständigen Touristenströme stark belastet werden. Durch das Tal der Schmetterlinge fließt ein Bach und es gibt sogar einen kleinen Wasserfall. In einem kleinen Museum wird über das Leben der Schmetterlinge informiert.  

 

Neben den Schmetterlingen, die nicht nur auf den Bäumen, sondern auch an den kühlen Felsen im Tal in großen Mengen zu sehen sind, gibt es besonders in der Nähe des Baches Libellen, Frösche, Exen und sogar Krebse.

 

 

Tiere auf Rhodos

 

ZiegenDie Straußenfarm, die sich ebenfalls in der Nähe von Petaloudes befindet, ist zwar künstlich angelegt, zeigt aber neben einer großen Anzahl an Straußen inzwischen viele andere Tiere. Hier gibt es unter anderem Hirsche, Esel, Ponys, Ziegen und Hasen und besonders viele Vogelarten.

 

Überall auf der Insel sieht man wild lebende Katzen und die Ziege ist eines der beliebtesten Haustiere auf Rhodos.

 


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